Afrika Sommerfest

Fast wie in Afrika

Seit vielen Jahren ist die reformierte Kirchgemeinde Einsiedeln mit dem Projekt «Villages et Villes à Vivre» in der Republik Kongo verbunden. Dessen Leiter, Pierre Kilubu, weilte Anfangs Juli in Einsiedeln und berichtete direkt. Dank unserer Hilfe können die Bewohner des Lualatals etwas hoffnungsvoller in die Zukunft schauen. Zwar lastet auf ihnen zurzeit wieder eine grosse Last und Ungewissheit. Zum einen ist die politische Lage sehr prekär und zum anderen sind die beiden Lastwagen wegen Defekten in der Hauptstadt blockiert und sollten möglichst schnell in Sicherheit, das heisst, ins Tal gebracht werden. Und das geht nun wirklich nicht ohne die nötigen Finanzen.

Sommerfest hilft weiter

Deswegen kam das diesjährige Afrika-Sommerfest der Kirchgemeinde vom vergangenen Sonntag gerade richtig. Der Anlass begann wie üblich mit dem abwechslungsreichen Gottesdienst. Dafür sorgten die Kinder aus dem Sommerlager mit ihren Darbietungen und der Chor «SongLine Ennenda». Ein Beweis, dass Beziehungen Türen öffnen, denn deren Präsidentin, Susi Leuppi, ist auch Organistin in der reformierten Kirche Einsiedeln. Der feine Chor hatte extra passende Lieder aus dem afrikanischen Kontinent einstudiert. Die Festbesucher durften sich auch noch später an dem Gesang, mit bekannter Literatur, erfreuen und auch an Alphorneinlagen, die an diesem Anlass nicht unbekannt sind.

Ein Nehmen und Geben

Bei fantastischem Wetter konnte der kulinarische und gesellschaftliche Teil über die Bühne gehen. Salat verschiedenster Art und Feines vom Grill liess den Gästen verschiedenster Provenienzen gar keine andere Wahl als zuzugreifen. Und dann erst noch das grosse und kreative Kuchenbuffet und dazu feiner Kaffee. Ein Leben wie im Schlaraffenland. Was neben dem gemütlichen Zusammensein mit vielen interessanten Begegnungen und Gesprächen zählt, ist schlussendlich auch der Batzen der – ohne jeden Abzug – direkt in das erwähnte Projekt fliesst. Und dann beim Zählen das Erfreuliche: Zusammen mit den Einzahlungen auf das Postcheckkonto ergab sich der Betrag von annähernd 5300 Franken. Nicht ein Rekord, aber doch einiges über dem Durchschnitt. Nicht zuletzt dazu beigetragen hat dabei die amerikanische Versteigerung von Artikeln, welche von den Kindern im Sommerlager hergestellt wurden. Ein besonderes Interesse fand der Prototyp einer Solarlampe, welche die Bewohner im Projektgebiet in Zukunft herstellen möchten. Das wäre ein weiterer Schritt in eine bessere und unabhängigere Zukunft. Dieses Vorhaben zeigt auch deutlich, dass die Bevölkerung zu seiner Entwicklung beitragen will. Dazu müssen die täglichen Herausforderungen gemeistert und wohl noch einige Hürden genommen werden.

Wir werden das Projekt weiterhin aufmerksam verfolgen und wenn nötig, und das ist es, mit Rat und Tat unterstützen.                                                                                  

Bericht und Fotos: Fritz Lengacher