Gruppe 60+

Wir dürfen uns wieder treffen!

Unter Einhaltung bestimmter Regeln und Schutzkonzepte dürfen wir wieder einige Anlässe durchführen.
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Besondere Aufmerksamkeit verdienen in unserer Kirchgemeinde all jene Menschen, deren Lebensphase ihnen wieder etwas Zeit und Musse für spirituelle Fragen und gesellige Anlässe erlaubt.

 

Nachmittagsprogramm 60+

Einmal im Monat (ausser Juli und August) laden wir ein zu einem Nachmittagsprogramm mit Workshops, Vorträgen, Diskussionen, gemeinsamer Lektüre, Spielen oder Unterhaltung, Bewegung von Geist und Körper und natürlich immer gemütlichem Beisammensein…

Nächste Termine Nachmittagsprogramm:

Flyer Programm 60+

  • Donnerstag, 18. November 2021 14:00 (Kirchgemeindesaal) Erika Weber erzählt wahre Gegebenheiten & Geschichten von Pfarrer Sieber
  • Donnerstag, 16. Dezember 2021 15:00 (Kirchgemeindesaal & Kirche)

Ausflug 60+

Jedes Jahr, entweder im Früh- oder im Spätsommer, geht die Kirchgemeinde einen Tag lang auf eine Reise und versucht dabei, das Angebot speziell auf Ihre Interessen und Bedürfnisse auszurichten.

Alle sind willkommen!

Rückblick Gruppe 60+

Ausflug 23. September 2021

Sieh, das Gute liegt so nah!
Dass wir in einer etwas schwierigen Zeit leben haben nun wohl alle gemerkt. Vor allem die vielen Einschränkungen führen dazu, dass wir uns anpassen müssen und so kreativ wie möglich etwas organisieren.
Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr auf unser 60+Reise verzichten mussten, wollten wir unbedingt wieder etwas unternehmen, damit wir uns wieder einmal treffen konnten. Es lag deshalb nahe, dass wir in der Nähe etwas aussuchen würden.
Unsere Wahl fiel auf ein gemeinsames Mittagessen auf dem Gottschalkenberg. Gottschalkenberg? Hat es wohl mit Religion zu tun? Mitnichten! Der Gottschalkenberg liegt im Kanton Zug auf fast 1200 Meter ü.M. Zwar gehörte er wie unzählige Ländereien und Heimwesen viele Jahre zum Kloster Einsiedeln. Sie wurden von Lehensleuten bewirtschaftet und diese erhielten dann auch die Möglichkeit, sie zu erwerben. So wurde in den Unterlagen des Klosters im Jahr 1528 ein Jakob Gottschalk zu Finstersee "uf em Bergli" erwähnt. Daher wohl der heutige Name. Spätestens 1886 entstand dort ein Gasthaus, das bei Wanderern, insbesondere aus dem nahegelegenen Molkekurort Hütten, beliebt war (Quelle: Wikipedia).
Nun wurden also unsere 60+ Generation zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Die Anmeldungen kamen aber ziemlich zögerlich, verständlich bei der in der Zwischenzeit eingeführten Zertifikatspflicht (ggg).
Schlussendlich trafen sich 16 mehr oder weniger bekannte Personen auf dem Gottschalkenberg. Mangels öffentlichem Verkehr organisierten wir die Anreise mit Privatautos. Und sogar das Wetter machte mit. Zwar drückte einige Male kurz der Nebel herein, aber er vermochte die Sonne nicht zu besiegen. Gemeinsam genossen wir ein feines Mittagessen inklusive Dessert und es bot sich die Gelegenheit für interessante Gespräche.
So konnten wir die 3g noch mit einem vierten g – nämlich "gesättigt" ergänzen. Währendem Einige sich sofort auf den Heimweg machten, liessen es sich einige Unentwegte nicht nehmen, noch die Aussicht ins Zugerland und Züribiet vom nahen Bellevue aus zu geniessen.
Bericht: Fritz Lengacher, Kirchgemeinderat

Frühlingsbummel 24 Juni 2021

Endlich! Lange, viel zu lange, mussten unsere Senioren warten bis sie sich wieder einmal im Rahmen des 60+ treffen konnten. Am Donnerstag, 24. Juni war es endlich soweit und es war ein erster Anlass im laufenden Jahr angesagt. Auf den ersten Programmpunkt, ein Spaziergang, folgte ein gemütliches Beisammensein bei einem Zvieri vom Grill. Lange stand die Durchführung aber auf der Kippe, denn das Wetter machte einmal mehr Kapriolen. Wer wagt gewinnt – und so machten sich ein paar unserer älteren Mitglieder auf den Weg, währenddem einige direkt den Grill bei der Kirche ansteuerten. Der Spaziergang fiel recht kurz aus, denn schon drohten wieder schwarze Wolken. Sie zwangen uns, die Gedecke, welche so schön draussen vorbereitet waren, umgehend in den Gemeindesaal zu verlegen. Es dauerte nicht lange und der Wolkenbruch war Tatsache. Aber auch im Innern schmeckte die Bratwurst vom Grill ausgezeichnet. Und endlich konnte man sich wieder einmal direkt unterhalten und das wurde auch rege genutzt. Nun ist ein erster Anfang gemacht und wir hoffen, dass es bald eine Fortsetzung gibt. Vorgesehen ist nach der Sommerpause auswärts ein gemeinsames Mittagessen, als Ersatz der Reise. Eine Einladung folgt zu gegebener Zeit.

Bericht: Fritz Lengacher, Kirchgemeinderat

«Altes Einsiedeln» – ein anregender Nachmittag im Februar

Zum «Nostalgieclub» des Nachmittagsprogramms 60+ fand sich eine illustere Gruppe im Kirchgemeindehaus der reformierten Kirche ein. Erika Weber, Kirchgemeinderätin Ressort Unterricht, hat einen Stummfilm mitgebracht, der Einiges versprach. Mit ihm konnte gespannt die Vergangenheit zelebriert werden. Gut eine Stunde lang schauten wir uns gemeinsam einen alten Film mit dem Titel «altes Einsiedeln» an.

Der antike Film zeigte unser altes Einsiedeln mit allen Facetten: Beim Start des Films dampfte eine imposante Dampflokomotive von Wädenswil nach Einsiedeln. Weitere Bildeinlagen waren Teile des Einsiedlerkulturfilms von 1934 mit religiösen und anderen Festen wie Pilgerzügen, Kilbi, Markt, Fasnacht, Welttheater und Trachtenfest. Auch der ansehnliche Bau vom Sihlseegebiet vor seiner Stauung mit Staumauer und Viadukt durften natürlich nicht fehlen. Nicht zuletzt war das Skifahren ein Thema: Ein richtig «schneesicheres» Skigebiet von damals hat sich den Betrachtenden gezeigt. Die alten Skigewänder sprachen Bände und zauberten uns ein Schmunzeln aufs Gesicht. Dazu war ein emsiges und lebendiges Treiben zu bestaunen und die alten Fahrzeuge zeigten stolz ihre Silhouetten.

Der Film wurde von unserem Publikum sehr konzentriert und gebannt angeschaut. Nicht wenige Zuschauer*innen hatte ein Déjà-vu. Anwesende, welche mit dem traditionellen Einsiedeln vertraut sind, konnten der Runde auch wertvolle Inputs geben, die auf dankbares Interesse stiessen.

Den Abschluss bildete eine Einlage aus dem Büchlein «Beeribüüzel» mit dem Gedicht «Allerlei zum Essen», welches sich auch auf Fasnachtspezialitäten bezog. Mit einem feinen Zvieri und anregenden Diskussionen rundeten wir freudigen Herzens den Nachmittag ab. In diesem Sinne richten wir auch unser herzliches Dankeschön an den pensionierten Lehrer und Alt-Bezirksrat, Ruedi Birchler für das Filmmaterial.

Bericht und Foto: Erika Weber, Kirchgemeinderätin, Ressort Unterricht

Unsere 2019-Ferien 60+ in Davos

Wir hatten eine sehr abwechslungsreiche und wunderschöne Woche. Mit einem «Oldie-Postauto» genossen wir eine Fahrt durch Davos und Umgebung. Unser Reiseführer erzählte uns einiges über die Entstehung dieses Dorfes, über die Geschichte, wie es zu einem Kurort für Lungenkranke wurde und wie verschiedene Künstler das Dorf bekannt machten.

Ebenfalls besichtigten wir den Waldfriedhof: ein Ort der Ruhe, friedlich und unwahrscheinlich schön. Auch ein Ausflug nach Guarda darf natürlich nicht fehlen. Das «Schellenurslidorf» ist so einmalig – ein Besuch ist jedes Mal wieder schön. Ferner wollten wir uns auch nicht einen Tag auf der Schatzalp entgehen lassen: die Einen genossen die Aussicht und die Anderen machten eine kleine Wanderung durch die Arvenwälder zu einem Wasserfall. Die Vielfalt der Alpenflora bezauberten jeden Wanderer. Nicht zuletzt blieb der Ausflug nach Mohnstein, einem kleinen Walserdorf mit eigener Brauerei, trotz etwas Regen unvergesslich.

Da alle Ausflüge meist wenige Stunden dauerten, hatten wir genug Zeit, um die Wellnessoasen zu geniessen oder uns zusammen mit Spielen die Zeit zu vertreiben. Das Hotel war super, wir wurden mit Essen vom Feinsten verwöhnt und auch Petrus meinte es gut mit uns. Danke an alle, die uns diese tollen Ferien ermöglicht haben.

Bericht und Bilder: Susanne Wick

Eine bunte Palette von Anregungen am Geschichtenworkshop

Eine illustere Gemeinschaft hat sich am Nachmittag vom 14. März im Kirchgemeindehaus unserer Kirche eingefunden. Der Anlass, zu dem wir einluden, war ein reichhaltiger Geschichtenworkshop. Geschichten sind nicht nur für Kinder unterhaltsam und bereichernd, sondern ebenso für Erwachsene. Die Palette an Geschichten war deshalb bunt gespickt mit Kurzgeschichten besinnlicher Art oder solchen, die ein Lächeln auf das Gesicht zauberten, auch bekannte oder unbekannte Märchen und Geschichten kamen zum Zug.

Über Jahrhunderte wurden Märchen nur mündlich überliefert. Die erste Sammlung, damals eigentlich nur für Erwachsene gedacht, wurde im Jahr 1550 veröffentlicht. Generationen lauschten am Küchentisch, man konnte lachen, schmunzeln, aber gelegentlich überkam wohl die Zuhörerinnen und Zuhörer ein leiser Schauer. Man hat sich zusammengesetzt, fühlte dabei das Gemeinschaftliche – und je nach Geschichte wurden sicher auch Blicke ausgetauscht.

Erstaunlicherweise hat das «Geschichten erzählen», trotz moderner Massenmedien seine Aktualität nie verloren. In den 70er Jahren waren märchenhafte Geschichten wegen ihren zum Teil gewalttätigen Episoden heftig umstritten. KritikerInnen fürchteten, die thematisierte Gewalt könnte sich negativ auf die Zuhörenden auswirken. Seither sind diese Stimmen wieder etwas leiser geworden.

Gewalt erleben wir heute in zahlreichen, vielfältigen Formen. In einem Märchen oder einer Geschichte stehen Grausamkeiten symbolisch für Aufbruch und Veränderung oder als Pendant zu Freundschaft und Nächstenliebe. Geschichten können mithelfen, die eigene Persönlichkeit zu formen und zu festigen – und das bei Gross und Klein, Jung und Alt. Sie widerspiegeln nicht selten unser Leben und den Urglauben an das Gute.

Ich persönlich sehe es wie mit unserer Bibel, auch sie spielt mit Gleichnissen und Symbolen, auch ihre Weisheit muss zur heutigen Zeit passend interpretiert werden, nur so hilft sie uns auf unserem Lebensweg. Lassen wir es doch wieder zu, ein Lächeln, einen Rückenschauer, eine lebendige und menschliche Gestik zu erleben. Lassen wir uns auch im fortgeschrittenen Alter durch Geschichten und Märchen auf unserem Weg inspirieren.

Bericht und Zeichnung: Erika Weber, Kirchgemeinderätin