Gruppe 60+

Aufgrund der aktuellen Gesundheitslage müssen wir ALLE unserer Anlässe bis mindestens am 19. April absagen (Artikel 7 des Epidemiegesetzes). Wir hoffen, dass sich die Lage bis dann gebessert hat und wir Ihnen danach bald wieder etwas anbieten dürfen.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen in unserer Kirchgemeinde all jene Menschen, deren Lebensphase ihnen wieder etwas Zeit und Musse für spirituelle Fragen und gesellige Anlässe erlaubt.

 

Nachmittagsprogramm 60+

Einmal im Monat (ausser Juli und August) laden wir ein zu einem Nachmittagsprogramm mit Workshops, Vorträgen, Diskussionen, gemeinsamer Lektüre, Spielen oder Unterhaltung, Bewegung von Geist und Körper und natürlich immer gemütlichem Beisammensein…


Ferien 60+

Die reformierte Kirchgemeinde Einsiedeln bietet auch Ferien für die Gruppe 60+ an. Die letzte Reise führte nach Davos. 

Dieses Jahr verbringen wir vom 14. - 19. Juni 2020 gemeinsame Ferien im Tirol/Seefeld im Hotel Central. Weitere Informationen können dem Flyer entnommen werden: Flyer Ferien 60+ 2020

Anmeldungen bitte bis spätestens am 12. März 2020 beim Sekretariat: 055 422 03 56 / E-Mail (Klick öffnet Ihr Mailprogramm) Auch wenn die Durchführung wegen der Epidemiewarnung ungewiss ist, nehmen wir weiterhin Anmeldungen entgegen, freundlicherweise hat uns das Hotel Central die Stornierungsfrist bis Anfang Mai verlängert.


Alle sind willkommen! Wir freuen uns auf ein paar entspannte Tage in froher Gemeinschaft!

 

Ein weiteres Angebot für Menschen jeden Alters sind die Gemeindeferien, denn diese leben gerade vom Miteinander der Generationen.

Ausflug 60+

Jedes Jahr, entweder im Früh- oder im Spätsommer, geht die Kirchgemeinde einen Tag lang auf eine kleine Reise und versucht dabei, das Angebot speziell auf Interessen und Bedürfnisse der Senioren auszurichten.

Die letzte Reise im Mai 2019 führte ins Grosse Walsertal.

Die nächste Reise findet am Donnerstag, 10. September 2020 statt.

Alle sind willkommen!

 

 

Andachten

Regelmässig besucht Pfarrer Urs Jäger die Altersheime, wo jeweils auch Andachten mit anschliessendem Kaffee für alle angeboten werden.

Link zu den Andachten.

Rückblick Gruppe 60+

«Altes Einsiedeln» – ein anregender Nachmittag im Februar

Zum «Nostalgieclub» des Nachmittagsprogramms 60+ fand sich eine illustere Gruppe im Kirchgemeindehaus der reformierten Kirche ein. Erika Weber, Kirchgemeinderätin Ressort Unterricht, hat einen Stummfilm mitgebracht, der Einiges versprach. Mit ihm konnte gespannt die Vergangenheit zelebriert werden. Gut eine Stunde lang schauten wir uns gemeinsam einen alten Film mit dem Titel «altes Einsiedeln» an.

Der antike Film zeigte unser altes Einsiedeln mit allen Facetten: Beim Start des Films dampfte eine imposante Dampflokomotive von Wädenswil nach Einsiedeln. Weitere Bildeinlagen waren Teile des Einsiedlerkulturfilms von 1934 mit religiösen und anderen Festen wie Pilgerzügen, Kilbi, Markt, Fasnacht, Welttheater und Trachtenfest. Auch der ansehnliche Bau vom Sihlseegebiet vor seiner Stauung mit Staumauer und Viadukt durften natürlich nicht fehlen. Nicht zuletzt war das Skifahren ein Thema: Ein richtig «schneesicheres» Skigebiet von damals hat sich den Betrachtenden gezeigt. Die alten Skigewänder sprachen Bände und zauberten uns ein Schmunzeln aufs Gesicht. Dazu war ein emsiges und lebendiges Treiben zu bestaunen und die alten Fahrzeuge zeigten stolz ihre Silhouetten.

Der Film wurde von unserem Publikum sehr konzentriert und gebannt angeschaut. Nicht wenige Zuschauer*innen hatte ein Déjà-vu. Anwesende, welche mit dem traditionellen Einsiedeln vertraut sind, konnten der Runde auch wertvolle Inputs geben, die auf dankbares Interesse stiessen.

Den Abschluss bildete eine Einlage aus dem Büchlein «Beeribüüzel» mit dem Gedicht «Allerlei zum Essen», welches sich auch auf Fasnachtspezialitäten bezog. Mit einem feinen Zvieri und anregenden Diskussionen rundeten wir freudigen Herzens den Nachmittag ab. In diesem Sinne richten wir auch unser herzliches Dankeschön an den pensionierten Lehrer und Alt-Bezirksrat, Ruedi Birchler für das Filmmaterial.

Bericht und Foto: Erika Weber, Kirchgemeinderätin, Ressort Unterricht

Unsere Ferien 60+ in Davos

Wir hatten eine sehr abwechslungsreiche und wunderschöne Woche. Mit einem «Oldie-Postauto» genossen wir eine Fahrt durch Davos und Umgebung. Unser Reiseführer erzählte uns einiges über die Entstehung dieses Dorfes, über die Geschichte, wie es zu einem Kurort für Lungenkranke wurde und wie verschiedene Künstler das Dorf bekannt machten.

Ebenfalls besichtigten wir den Waldfriedhof: ein Ort der Ruhe, friedlich und unwahrscheinlich schön. Auch ein Ausflug nach Guarda darf natürlich nicht fehlen. Das «Schellenurslidorf» ist so einmalig – ein Besuch ist jedes Mal wieder schön. Ferner wollten wir uns auch nicht einen Tag auf der Schatzalp entgehen lassen: die Einen genossen die Aussicht und die Anderen machten eine kleine Wanderung durch die Arvenwälder zu einem Wasserfall. Die Vielfalt der Alpenflora bezauberten jeden Wanderer. Nicht zuletzt blieb der Ausflug nach Mohnstein, einem kleinen Walserdorf mit eigener Brauerei, trotz etwas Regen unvergesslich.

Da alle Ausflüge meist wenige Stunden dauerten, hatten wir genug Zeit, um die Wellnessoasen zu geniessen oder uns zusammen mit Spielen die Zeit zu vertreiben. Das Hotel war super, wir wurden mit Essen vom Feinsten verwöhnt und auch Petrus meinte es gut mit uns. Danke an alle, die uns diese tollen Ferien ermöglicht haben.

Bericht und Bilder: Susanne Wick

Eine bunte Palette von Anregungen am Geschichtenworkshop

Eine illustere Gemeinschaft hat sich am Nachmittag vom 14. März im Kirchgemeindehaus unserer Kirche eingefunden. Der Anlass, zu dem wir einluden, war ein reichhaltiger Geschichtenworkshop. Geschichten sind nicht nur für Kinder unterhaltsam und bereichernd, sondern ebenso für Erwachsene. Die Palette an Geschichten war deshalb bunt gespickt mit Kurzgeschichten besinnlicher Art oder solchen, die ein Lächeln auf das Gesicht zauberten, auch bekannte oder unbekannte Märchen und Geschichten kamen zum Zug.

Über Jahrhunderte wurden Märchen nur mündlich überliefert. Die erste Sammlung, damals eigentlich nur für Erwachsene gedacht, wurde im Jahr 1550 veröffentlicht. Generationen lauschten am Küchentisch, man konnte lachen, schmunzeln, aber gelegentlich überkam wohl die Zuhörerinnen und Zuhörer ein leiser Schauer. Man hat sich zusammengesetzt, fühlte dabei das Gemeinschaftliche – und je nach Geschichte wurden sicher auch Blicke ausgetauscht.

Erstaunlicherweise hat das «Geschichten erzählen», trotz moderner Massenmedien seine Aktualität nie verloren. In den 70er Jahren waren märchenhafte Geschichten wegen ihren zum Teil gewalttätigen Episoden heftig umstritten. KritikerInnen fürchteten, die thematisierte Gewalt könnte sich negativ auf die Zuhörenden auswirken. Seither sind diese Stimmen wieder etwas leiser geworden.

Gewalt erleben wir heute in zahlreichen, vielfältigen Formen. In einem Märchen oder einer Geschichte stehen Grausamkeiten symbolisch für Aufbruch und Veränderung oder als Pendant zu Freundschaft und Nächstenliebe. Geschichten können mithelfen, die eigene Persönlichkeit zu formen und zu festigen – und das bei Gross und Klein, Jung und Alt. Sie widerspiegeln nicht selten unser Leben und den Urglauben an das Gute.

Ich persönlich sehe es wie mit unserer Bibel, auch sie spielt mit Gleichnissen und Symbolen, auch ihre Weisheit muss zur heutigen Zeit passend interpretiert werden, nur so hilft sie uns auf unserem Lebensweg. Lassen wir es doch wieder zu, ein Lächeln, einen Rückenschauer, eine lebendige und menschliche Gestik zu erleben. Lassen wir uns auch im fortgeschrittenen Alter durch Geschichten und Märchen auf unserem Weg inspirieren.

Bericht und Zeichnung: Erika Weber, Kirchgemeinderätin