Berichte zu den Kirchgemeinde- versammlungen

130. Kirchgemeindeversammlung vom 25. November 2018

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Am Ewigkeitssonntag endet bei den Reformierten jeweils das Kirchenjahr und mit dem Advent beginnt das Neue. Anlässlich des Gottesdienstes wird Rückschau gehalten indem die Taufen, Konfirmationen, Eheschliessungen und – weil es halt zum Leben gehört – auch die Abschiede verlesen werden. Ein Moment der Freude, aber auch der Trauer. Und quasi zum Jahresabschluss findet die Kirchgemeindeversammlung statt, an der es sowohl um das Vergangene geht, aber auch die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Dieses Mal nahmen 31 Stimmberechtigte und verschiedene Gäste teil.

Jahresrechnung im Minus
Für das Jahr 2017 war bereits im Voranschlag ein Fehlbetrag von knapp 70'000 Franken vorgesehen, was angesichts des vorhandenen Eigenkapitals durchaus vertretbar war. Schlussendlich betrug das Defizit 73'530 Franken. Das nicht etwa wegen der Überschreitung der vorgesehen Ausgaben, diese fielen nämlich geringer aus, sondern weil der budgetierte Steuerertrag um rund 40'000 Franken weniger hoch ausfiel. Trotzdem wurde die Jahresrechnung oppositionslos verabschiedet. Aber es wurde im Verlaufe der Versammlung offen kommuniziert, dass das Thema «Strukturelles Defizit» vertieft behandelt werden muss und wird.

Generationenprojekt bewilligt
Zu diesem grossen Projekt, nämlich der Kirchensanierung, haben im Vorfeld verschiedene Informationen stattgefunden. Zum einen bei den beiden Beschlüssen für die Projektierungskredite und andererseits eine ausführliche Orientierung für die Kirchenbürger bei der die Inputs aufgenommen und wenn möglich berücksichtigt wurden. Ausserdem standen sämtliche Unterlagen den Interessierten im Netz zur Verfügung. Nun stand also der Beschluss über die Investition von 2,040 Mio Franken zur Diskussion. Diese wurde denn auch rege benutzt und dabei sowohl technische wie finanzielle Fragen vom Präsidenten Stefan Meyer und dem anwesenden Architektenteam kompetent beantwortet. Auch die Verschiebung um ein Jahr stand im Raum, aber es wurde deutlich, dass es Sinn macht, vorwärts zu gehen. Denn für die Finanzierung, Darlehen von befreundeten Kirchgemeinden und einen günstigen Bankkredit, ist sicher jetzt der richtige Zeitpunkt. Auch der Bestand der Eigenmittel lässt dieses mutige Vorhaben als realistisch erscheinen. Damit aber die Schulden im vorgesehenen Zeitraum von 10 Jahren getilgt werden können, braucht es eine Steuererhöhung von 24% auf 30%, was angesichts der Reduzierung bei den Kantonssteuern um 5% nicht ins Gewicht fallen wird. Dieser Erhöhung wurde während der vorgezogenen Budgetdebatte fast einstimmig bewilligt. So stand dem Ausführungskredit nichts mehr im Wege. Bei offenem Handmehr, der Antrag auf geheime Abstimmung wurde nicht angenommen, stimmten schliesslich 29 Kirchenbürger (bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung) für diesen Vorwärtsschritt. Mit dem Projekt wird die Kirche und damit auch die Gemeinde auf ein solides Fundament gestellt und kann dann mit einem guten Gewissen an unsere nachfolgenden Generationen weitergegeben werden.

Veränderungen im Kirchgemeinderat
Eckhard Schmid hat nach langjähriger Behördentätigkeit seinen Rücktritt eingereicht. Er wird aber als Hauswart, zusammen mit seiner Frau, weiterhin der Kirchgemeinde dienen. Sein bisheriger Einsatz wurde herzlich verdankt. Das Ressort «Liegenschaften» wird bis Ende Bauzeit vom Präsidenten wahrgenommen. Ebenfalls tritt Daniel Berli (Finanzen) aus beruflichen Gründen aus dem Kirchgemeinderat zurück. Für den Rest der Legislatur (Ende 2020) wurde Fritz Lengacher aus Rothenthurm gewählt. Seine Erfahrungen hat er als Finanzverwalter der Kantonalkirche Schwyz gesammelt. Gesucht wird schon jetzt ein weiteres Mitglied für den Kirchenrat und es wäre schön, wenn sich eine jüngere Person dafür finden liesse und sich dann einarbeiten könnte.

Heinz Fischer, seines Zeichens Präsident der Kantonalkirche Schwyz, überbrachte die besten Wünsche und freute sich über die engagierte Kirchgemeinde. Mit dieser denkwürdigen, zweistündigen Kirchgemeindeversammlung wurden ganz wichtige Weichen für die Zukunft gestellt und man darf nun gespannt auf die Bauphase und die weitere Entwicklung sein.

Bericht und Foto: Fritz Lengacher

Ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung zur Kirchensanierung vom 20. September 2018

Die im Jahre 1943 eingeweihte reformierte Kirche an der Spitalstrasse in Einsiedeln harrt einer dringend nötigen Renovation. Stabilisierung des Gebäudes, Wärmedämmung, Raumoptimierung und modernere Technik sind die Ziele. Damit das Projekt zur Ausführungsreife gebracht werden kann, haben die Stimmberechtigten einen zusätzlichen Planungskredit von Fr. 150'000 bewilligt.

Damit das reformierte Gotteshaus auch für nächste Generationen nutzbar ist, haben in letzter Zeit intensive Vorarbeiten für dessen Sanierung stattgefunden. Eine Arbeitsgruppe und das Architekturbüro Fässler & Partner aus Zürich haben sich damit befasst und vier Themenbereiche beleuchtet: Statik, Bauschäden, Wärmeverlust und Raumnutzung. Dabei wurde darauf geschaut, dass wirklich nur das Nötige an die Hand genommen wird.

Da der im November 2017 bewilligte Planungskredit von Fr. 20'000 nicht reicht und vor allem die Kirchenbürger informiert werden sollen, fand am 20. September eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung statt. Da das Projekt schon recht weit fortgeschritten ist, konnte über sehr viele Details berichtet werden und es liegt bereits eine Kostenrechnung vor. Diese hat eine Grössenordnung von 2,1 Millionen Franken, eine happige Last für eine Kirchgemeinde mit rund 2000 Mitgliedern. Natürlich hat man sich über die Finanzierung Gedanken gemacht und es ist auch eine Lösung in Sicht. Ein Drittel kann von den Eigenmitteln aufgebracht werden und zwei Drittel werden als Darlehen oder auf dem Kapitalmarkt beschafft. Da das Ziel ist, nach der Ausführung innert zehn Jahren die Schulden zu tilgen, wird es nicht ganz ohne eine Steuererhöhung gehen. Auf jeden Fall wird aber bei den kirchlichen Dienstleistungen und dem Gemeindeleben nicht gespart.

Über das bereits recht detaillierte Projekt konnten sich die 20 Stimmberechtigten ein gutes Bild machen und auch entsprechend Fragen stellen und Anregungen einbringen. An der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung ging es aber grundsätzlich darum, für die Detailplanung einen nötigen Zusatzkredit zu bewilligen, da der im November 2017 gesprochene Betrag bei weitem nicht reichen wird. Das war auch bei den beantragten Fr. 100'000 absehbar und deshalb wurde er auf Antrag auf Fr. 150'000 erhöht. Damit kann nun die Planungsarbeit abgeschlossen werden. Sie wird von der Baukommission bestehend aus Stefan Meyer (Präsident), Erika Weber, Erika Veyre, Chris Clark, Pfarrer Urs Jäger, Franz Käser sowie beratend von Pfarrerin Réka Jaeggi, Daniel Berli und Bernhard Schiesser begleitet.

Voraussichtlich können die Gemeindemitglieder bereits an der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung im November über die Ausführung des Projektes abstimmen. Dann gilt es einen wegweisenden Entscheid zu fällen, soll doch die reformierte Kirche auch von der nächsten Generation in einem guten Zustand genutzt werden können.

Bericht und Bild: Fritz Lengacher

129. Kirchgemeindeversammlung 2017

Am Sonntag, dem 26. November 2017 fanden sich zahlreiche Stimmberechtigte zur Versammlung ein. Mit ihrem Präsidenten Stefan Meyer und dem Kirchgemeinderat wurden alle Traktanden speditiv erledigt.

Nach einer kurzen Begrüssung durch den Präsidenten Stefan Meyer und der Wahl von zwei Stimmenzählern wurde die Versammlung pünktlich um 11.00 Uhr eröffnet. Nachdem das Protokoll der letztjährigen Versammlung genehmigt worden war, konnte der Präsident bereits zur Jahres- und Bestandesrechnung übergehen. Erfreulich der Gewinn von gut Fr. 30‘000.-, der dem Eigenkapital gutgeschrieben wird. Nach vorausgegangener gründlicher Überprüfung empfiehlt die GPK Entlastung zu erteilen, was von der Versammlung auch einstimmig angenommen wird. Weiter werden die Jahresberichte des Pfarrers Urs Jäger und des Präsidenten Stefan Meyer mit Applaus verdankt.

Beim Traktandum Anträge regt Pfarrer Urs Jäger an, einen Kredit für das Projekt villages et villes à vivre von Fr. 15'000.- zu sprechen, wobei es sich um die Herstellung und den Verkauf von nachhaltigen Solarlampen handelt; gleichzeitig können 20 neue Arbeitsstellen in der demokratischen Republik Kongo geschaffen werden. Die Kriterien für eine voraussichtliche Rückzahlung des zinslosen Darlehens in ein oder zwei Jahren sind glaubwürdig und würden das Projekt (Hilfe zur Selbsthilfe) sehr unterstützen. Nach der einstimmigen Annahme durch die Versammlung, dankt U. Jäger der Versammlung für das entgegengebrachte Vertrauen.

Das Budget für das Jahr 2018 weist leider einen Verlust von Fr. 47‘000.- zu Lasten des Eigenkapitals aus, der Steuerfuss bleibt unverändert bei 24%. Die Abweichungen gegenüber dem Vorjahresbudget resultieren vor allem von Anpassungen, Anschaffungen und Unterhalt verschiedener relevanter Bereiche. Der Verlust ist laut GPK vertretbar und das Budget 2018 wird somit genehmigt.

Die Kirchgemeinderätin Erika Veyre, Kirchgemeinderat Eckhard Schmid, Pfarrer Urs Jäger und Michael Jaeggi von der GPK stellen sich als Synodale für die Kantonal-Synode zur Verfügung und werden mit Applaus von der Kirchgemeindeversammlung gewählt. Stefan Meyer steht als Ersatzsynodal zur Verfügung. Des Weiteren für die nächsten vier Jahre sind die Kirchgemeinderäte Rita Kümin, Katharina Schmitter und Eckhard Schmid in globo von der Versammlung gewählt worden.

Bevor die Versammlung geschlossen wird, werden vom Präsidenten noch verschiedene Verdankungen ausgesprochen und Pfarrer Urs Jäger schlägt vor, das Abendmahl in jeweils verschiedenen Formen der Situation im Gottesdienst anzupassen. Danach überreicht Therese Wihler dem Präsidenten Stefan Meyer eine «süsse Versuchung» in Form von Schokolade und leitet der Versammlung Grüsse von der Kantonalkirche weiter. Sie beschliesst damit die 129. Kirchgemeindeversammlung, die wie immer effizient und kompetent durchgeführt wurde.

Bericht und Foto: Andi Peine