Gedanken zu den Monatslosungen

Losungsgedanken April Download

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Joh 20,21 (L=E)


Frieden ist in unserer Welt sicher nicht im Überfluss vorhanden, obwohl sich alle ein Leben in Frieden wünschen. Woher kommt dieser Widerspruch? Was lässt uns dieses tiefsitzende Bedürfnis nach Frieden vergessen? Paradoxerweise werden wir gerade dann aggressiv, wenn wir glauben, dass jemand unseren inneren Frieden bedroht oder Schuld daran sein könnte, dass er verloren ging.

Selbstverständlich können wir nicht tatenlos zusehen, wenn eine Person dabei ist, etwas Destruktives zu tun. Doch, ist es nicht auch öfters so, dass die in Unfrieden geratenen voneinander denken, «die Anderen» seien die Ursache des Konfliktes, weshalb sie auf keinen Fall eine freundliche Behandlung verdienen? Angefangen, so glaubt man nicht selten, haben «die Anderen»! Die Situation verhält sich dann so, wie wenn ein Tier in einen Spiegel schaut und nicht merkt, dass sein grimmiger Blick von ihm selbst kommt. Als Reaktion auf diesen bedrohlichen Blick wird es streitsüchtiger in den Spiegel schauen. In der Folge wird das Spiegelbild zwingend noch «feindlicher» wirken, worauf sich die aggressive und negative Dynamik weiter verschlimmert…

Unterliegen wir manchmal – obwohl wir eigentlich «nur unseren Frieden wollen» – nicht genau dieser Dynamik, die erst einen Konflikt entstehen lässt?

Edwin Egeter, Redaktion Berichte

 

 

Losungsgedanken März Download

Jesus Christus spricht: Es ist vollbracht! Joh 19,30 (L=E)


Manchmal halten wir die Realität kaum aus, zu brutal konfrontiert sie uns mit Schmerz und Scheitern. So muss es auch den Anhängern Jesu gegangen sein, das Sterben ihres Meisters am Kreuz, nach den ältesten Quellen mit einem verzweifelten Schrei, schien ihnen einfach nicht heldenhaft genug, rankende Legenden versuchten dem Ereignis bald ein wenig den Schrecken zu nehmen.

Doch damit entmenschlichten sie auch die Person Jesu, schlimmer noch, sie nahmen sein Leiden nicht mehr ernst, und indem sie seinen qualvollen Tod schönredeten, wurde auch die Verantwortung der Römer für deren Grausamkeit aufgeweicht, und das nicht ohne Absicht: Mit diplomatischem Geschick schrieb Johannes sein Evangelium politisch opportun in seiner Zeit, man wollte sich doch nicht mit den Mächtigsten anlegen!

Für uns aber auch eine Lehre: Wo wir nicht deutlich Stellung nehmen für die Opfer, spielen wir den Häschern dieser Welt in die Hände. Denn Leidende und Unterdrückte gibt es auch heute noch genug. Das braucht Mut, gewiss, doch wir dürfen dabei wissen: Wo Menschen einander Karfreitag zufügen, bringt Gott Ostern.

Pfarrer Urs Jäger

Losungsgedanken Februar Download

Es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust. Dtn 30,14 (L)


Es ist gut, wenn unsere Worte nicht nur mit den Handlungen, sondern auch mit dem Herzen im Einklang sind. Denn es ist einfacher, unser Tun mit unserer Rede in Übereinstimmung zu bringen, wenn das Gesagte etwas ist, wovon wir bis in unser Herz überzeugt sind. Umgekehrt, kann es einfacher sein, nach unseren Idealen zu handeln, wenn wir den Mut haben, diese den Anderen offen mitzuteilen.

Warum? Jede unserer Mitteilungen ist wie eine soziale Verpflichtung: unser Umfeld hört, was wir sagen und wird uns daran messen, was wir davon tatsächlich getan haben. Dieser Bewertungsmassstab ist uns immer mehr oder weniger bewusst und es ist peinlich, wenn wir uns erinnern, dass wir etwas gesagt haben und dann doch nicht danach handelten. Überzeugungen dem Umfeld ehrlich anzuvertrauen, kann auf diese Weise verbindlicher machen.

Insofern wünsche ich uns allen ein Herz, das die Kraft hat, Andere einzuschliessen und eine darauf abgestimmte mutige Rede der Inklusion und der aufbauenden Worte.

Edwin Egeter, Redaktion Berichte

Gedanken zur Januar-Monatslosung Download

Monatslosung Der siebte Tag ist aber der Tag der Entspannung, der gehört nur Gott. […] Dtn 5,14 (Volx-Bibel)

Was bedeutet das für unsere Gesellschaft, wenn sie erwartet, dass jede und jeder pausenlos 24 Stunden am Tag erreichbar sei? Was bedeutet das für Produzenten, Fabrikarbeiter, Verkäufer, Servicepersonal usw., die hier und in der ganzen Welt dafür schauen, dass wir umgehend geliefert bekommen, was auch immer wir haben wollen? Was bedeutet das für mich, wenn ich in Panik gerate, sobald mein Handy eine leere Batterie hat?

Ganz aktuelle Fragen, mit denen uns die 10 Gebote konfrontieren. Ihre Gültigkeit und vor allem ihre Absicht überzeugen noch heute und sollten auch uns immer wieder zu denken geben, denn was Gott will, so sagt uns die Bibel, das ist nichts anderes als das, was auch für uns selber eigentlich doch das Beste wäre: Wellness für die Seele, ein göttliches Gebot und Angebot, das wir nicht ausschlagen sollten!

Pfarrer Urs Jäger