Konfirmationsunterricht

Unser Konfirmationsunterricht


Das Angebot für den Konfirmationsunterricht schliesst direkt an den Unterricht in der 7. und 8. Klasse an und übernimmt auch dessen Form, mit einer Projektmappe, aus der die KonfirmandInnen auswählen können, was sie interessiert. Pflichtprojekt ist das Konfirmations-Weekend.

Begleitet sind diese Projekte von regelmässigen Treffen mit den Pfarrpersonen. An diesen Treffen wird einerseits eine gewisse Grundkenntnis über die reformierte Kirche und ihre Eigenheiten (in Geschichte, Sakramenten und Organisation) vermittelt.

Anderseits soll die Konfirmationsfeier von den KonfirmandInnen selber vorbereitet werden. Mit dieser Feier werden die Jugendlichen als mündige Christen aus der Unterrichtspflicht entlassen.

Der Konfirmationsunterricht ist die Vorbereitung für die Konfirmation.

 

 

Rückblicke zum Konfirmationsunterricht

Konfirmations-Weekend 2018 in Nesslau

Konfirmationsreise zu Zwingli
Am Freitagmorgen, dem 14. September und am Tag der Engelweihe, zog eine illustre Gruppe Richtung Bahnhof. Die Reise führte nach Nesslau / Neu St. Johann in ein gut eingerichtetes sechshundertjähriges altes Toggenburger-Bauernhaus. Die Wärme und die Einzigartigkeit dieses Hauses haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden drei Tage lang begleitet und in seinen Bann gezogen. Für das seelische Wohl der Jugendlichen waren der Pfarrer Urs Jäger und die Pfarrerin Réka Jaeggi verantwortlich, für das Organisieren und das kulinarische Wohlbefinden Erika und Markus Weber.

Am Freitag war der Tag der Vorstellungsrunde und des «Kennenlernens». Unser erster Halt war auf dem romantisch gelegenen «Inseli an der Thur». Da liess sich feststellen: Eine Suppe auf dem Feuer gekocht, schmeckt doppelt so gut! Nach dem gemeinsamen Essen führte ein kleiner Marsch in das erwähnte Domizil.
Der Nachmittag fand ganz im Zeichen von Reformator Ulrich Zwingli statt. Eine landesprägende Figur in der Zeit der Reformation. Zwingli war auch für zwei Jahre, von 1516–1518 als Leutpriester im Kloster Einsiedeln.
Unser Abend war dann mit Essen und Spielen ausgefüllt, bevor man die Hellhörigkeit, die in diesem Fall von Vorteil war, in diesem Holzhaus geniessen konnte!

Auch der zweite Tag war dem Reformator Ulrich Zwingli gewidmet. Schwerpunkt war die Besichtigung des Zwingli-Geburtshauses in Wildhaus mit einem Doppelstöcker-Postautobus. Ein Haus voller Geheimnisse – mit den Erklärungen von Pfarrer Urs Jäger war der Besuch jedoch überschaubar.

Am Sonntagmorgen konnten wir einen abschliessenden Gottesdienst mit Pfarrerin Réka Jaeggi geniessen, bevor es wieder zum «Inseli an der Thur» ging, wo wir auf dem gut ausgerüsteten Areal unsere Würste mit Zutaten grillierten. «Petrus» hat uns, wie man so sagt, «gutes Wetter gebracht»: die Sonne war alle Tage mindestens einmal zu Gast!

Zufrieden, gesund und munter, mit vielen Erlebnissen und mit guten Gedanken, erreichten wir per Bahn wieder Einsiedeln. Ein solches Weekend mit einer aufgestellten Klasse ist für alle Beteiligten ein positives Erlebnis.

Bericht und Bild: Erika Weber

Konfirmation am Palmsonntag 2018 in der reformierten Kirche Einsiedeln

Unter den bekannten Kirchenklängen der reformierten Kirche Einsiedeln strömten die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Angehörigen und Freunden aus Einsiedeln und den dazu gehörigen Gemeinden zum festlichen und kirchlichen Anlass ihrer Konfirmation. Jedes Jahr von Neuem, ein Fest, welches immer gute und positive «Nachwehen» garantiert. Der Gottesdienst wurde durch die Konfirmandenklasse selber gestaltet und durch die beiden Pfarrpersonen, Réka Jaeggi und Urs Jäger begleitet. Auch die Lieder wurden vollumfänglich von den Jugendlichen zusammengestellt.

Der lebendige Gottesdienst startete mit ein paar eigenen Worten der Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sie erklärten was Ihnen ihr Bibelvers bedeutet. Man staunte über die Tiefe und die Sinndeutungen, welche hier die jungen Leute aufzeigten. Danach wurde, in einem kleinen gemeinsamen Dialog, von Jugendlichen die Bedeutung vom «Unser Vater» hinterfragt. Frau Réka Jaeggi hat in ihrer Predigt erklärt, wie oft wir als Menschen vor eine Bestimmung gestellt werden. Die Frage, ob wir als junger Mensch für unseren Glauben, ja für unsere Kirche einstehen, wäre auch so eine Frage. Eine Kirche muss lebendig, kritikfähig und engagiert sein und bleiben. Auch hier ist ein stetiger Erneuerungsprozess wichtig und richtig. Aber das funktioniert nur mit engagierten Mitmenschen.

Im Anschluss an die eigentliche Konfirmation haben einige Jugendliche ihrer Freude durch einen Ausdruckstanz mit akrobatischem Abschluss eindrücklichen Raum gegeben. Urs Jäger hofft auf weitere Treffen, weitere Austauschmöglichkeiten mit diesen jungen zukunftsorientierten Menschen. Auf einen Kaffee sei immer jeder und jede willkommen.

Im Namen des Kirchgemeinderates brachte Erika Weber ihre besten Wünsche, unterstrichen mit einer Metapher über gute und böse Gedanken. Auch bei der Kollekte haben die Jungen mitgeredet. Die eine Hälfte der hoffentlich gut bespickten Kollekte wird für das Sportzentrum Allmeind gespendet und die andere Hälfte für unser Afrikaprojekt.

Sogar das Wetter hat gut mitgespielt, der Apéro konnte bei Bedarf draussen genossen werden.

Bericht: Erika Weber, Foto: Familie Scheerle

Drei Tage auf den Spuren der 500-jährigen Reformation

Am Freitagnachmittag, dem 3. November, bestieg eine lebendige Gruppe von jugendlichen Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihrer Betreuungscrew den Car vor der reformierten Kirche Einsiedeln. Die Reise führte nach Genf, wo ein vielseitiges Festivalprogramm mit dem Namen «ReformAction» auf uns wartete.

Das Festival begann mit einer besinnlichen Feier zur «Nacht der Lichter» in der Kathedrale Saint-Pierre. Danach ging es weiter mit einem Sternenmarsch zum Parc des Bastions. Dort feierten wir mit weiteren Tausenden den gemeinsamen Festivalstart «Mut zur Reformation». Das Lichtermeer und das multimediale Spektakel um den steinigen Calvin herum, waren imposant. Danach doch etwas müde geworden, suchten wir mit einem weiteren Fussmarsch unser Nachtlager auf, welches sich am anderen Ufer des Rotten-Flusses befand.

Der Samstagmorgen wartete mit einem speziellen Programm auf uns. Auf eindrückliche Weise wurden wir eingeführt in das Thema: «Wie bieten Mitmenschen ihren täglich erlebten Behinderungen die Stirn?» Wir übten kurz, praxisbezogen, aber doch erfolgreich die Blindenschrift und wurden auch in die Gehörlosensprache eingeführt. Es zeigte sich, dass nicht nur in der alltäglichen Verbalsprache gelegentlich verletzende Begriffe auftauchen, die man aus Rücksicht gegenüber Anderen, auswechseln sollte. Nein, auch an der Gebärdensprache wird fortlaufend gearbeitet und auch in ihr gibt es «politisch inkorrekte» Gebärden, die mit der Zeit durch neutralere ausgewechselt werden. Die Gebärdensprache ist also eine lebendige Sprache und entwickelt sich immer weiter.

Am Samstagnachmittag lag der Schwerpunkt von «ReformAction» in einer Grossveranstaltung mit Konzerten, diversen Rednerinnen und Rednern, Tänzen und Bands in der Palexpo-Arena, gleich neben dem Genfer Flughafen. Auch hier war es so, dass die Arena sehr gut besucht wurde – und der Lärmpegel wurde der Jugend angepasst! Am späteren Abend fanden in der Arena weitere Events, wie Pantomime, «Worship», «Taizé Reloaded», Videos, Musik und Sport statt, die alle individuell besucht werden konnten. Der letzte Tag, der Sonntag, wurde mit einem Festgottesdienst abgeschlossen, der vom SRF für die «Sternstunde Religion» übertragen wurde und in zahlreichen Kirchen in Genf von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Festivals mitverfolgt wurde. In einer dieser Kirchen, dem Temple de la Fusterie – eine von hugenottischer Architektur inspirierte Kirche des protestantischen Barock aus dem 18. Jahrhundert – sassen auch wir mit unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden. Auf einer riesigen Leinwand konnten wir dort den Gospelchor und weitere musikalische Einlagen geniessen, die der Feier einen bewegenden und würdigen Rahmen gaben.

Gemütlich, zufrieden, und auch müde durch die vielen Eindrücke und Aktivitäten, starteten wir unsere Heimfahrt, die dank einem ruhigen und sehr angenehmen Chauffeur problemlos und «in Time» verlief. Nicht zuletzt ist zu erwähnen, dass das Ganze einen herzlichen Abschluss in einem gemeinsamen Essen in Grauholz fand.

Die Jugendlichen machten sehr gut mit, es war ein «Highlight» mit dieser Gruppe diese einmalige Feier der 500-jährigen Reformation zu besuchen. Aber auch die gute Zusammenarbeit zwischen Réka Jäggi, Edwin Egeter, Markus Weber und mir haben mitgeholfen, dass sich alle sehr gerne an diese Tage erinnern.

Kirchgemeinderätin Erika Weber