Home & Aktuelles

Über uns

Wir sind eine der sechs evangelisch-reformierten Kirchgemeinden im Kanton Schwyz, mit rund 2000 Mitgliedern im Bezirk Einsiedeln, dessen Viertel sowie den Aussengemeinden Alpthal, Unter- und Oberiberg und Rothenthurm.

Unsere Aufgabe ist die Verkündigung des christlichen Glaubens in einer zeitgemässen und reflektierten Form, die Seelsorge und der Religionsunterricht für Kinder und Jugendliche. Unser Engagement besteht darin, für alle da zu sein, ohne dabei die Zustimmung aller anzustreben.

Gerne schaffen wir Kontakte zu verschiedenen Alters- und Schicksalsgruppen. Wir wollen deren Fragen und Probleme erkennen und sie bei Bedarf begleiten. Nicht zuletzt besteht unsere Aufgabe auch darin, Stellung zu nehmen zu Fragen der Menschenwürde und der Bewahrung der Schöpfung.

Mehr Informationen zum Leitbild der reformierten Kirche Einsiedeln finden sie hier.

Zuständig für diese Website ist Edwin Egeter. E-Mail (Klick öffnet Ihr Mailprogramm)

Die reformierte Kirchgemeinde Einsiedeln

Aktuelles

Ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung 20.09.2018

Kirchensanierung: Einladung & Unterlagen zur ausserordentlichen KGV

Jahresfest "Einsiedle mitenand"

"Einsiedle Mitenand" feiert am 19.11.2019 wieder ein Jahresfest (2 Jahre nach der Gründung). Auf dem Programm stehen ein wunderbares Spezialitätenbuffet, Spiele, Musik, Beiträge der Asylsuchenden, viel Spass und spannende Begegnungen.

Spendenaufruf

 «Unsere» beiden Flüchtlinge aus dem Iran sind weiterhin in einer Notsituation:
Spendenaufruf von Pfarrer Urs Jäger

Monatslosung August

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.
1 Joh 4,16 (E)

Nur wenige Gedanken und Gefühle magnetisieren und uns so stark, wie diejenigen der Liebe.

Woher kommt diese Faszination? Vielleicht liegt es daran, dass wenn wir uns geliebt fühlen, zugleich eine tiefe Geborgenheit empfinden – so, als ob wir in einem uns wertschätzenden, bejahenden Sein aufgehoben und vollständig umarmt wären. Spüren wir diese Wertschätzung und die Bejahung unserer je eigenen Art, fühlen wir uns entspannt und wohl. Das Unbehagen oder gar die Sorge, eventuell anders sein zu müssen, als wir es sind, wird von dieser Form der Liebe so restlos getilgt, wie Wasser in glühender Hitze verdampft.

Und wenn wir gegenüber anderen, wie im Johannesbrief festgestellt, «in der Liebe bleiben», dann erscheint uns die Welt weiter und heller. Sie erscheint uns weiter, weil wir mehr Platz in unserem Herzen haben; und lichtvoller, weil eine wertschätzende Haltung unser eigenes Herz erhellt. Denn wie wir uns vom Gefühl des Geliebt-Seins bejaht fühlen, so bewirkt auch die eigene Haltung, die in Liebe verweilt, ein Offenwerden und Bejahen des Lebens und der Menschen.

Das heisst natürlich nicht, dass wir dabei blind oder naiv werden, denn im Licht erkennen wir sogar mehr. So hält Johannes in 1 Joh 4,8 auch fest: «Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe». In diesem Sinne wünsche ich uns allen das geborgene, erfreuliche Verweilen in Liebe.

Edwin Egeter, Redaktion Berichte  

Weitere Gedanken zu vergangenen Monatslosungen finden sie hier.

Rückblick

Afrika Sommerfest

Am 12. August 2018 fand der Gottesdienst mit dem alljährlichen Afrika-Sommerfest statt. Der Bericht mit Bildern.

Kinderlager "in Gottes Garten"

Vom 05. - 10. August 2018 fand im Pfadiheim Samstagern das Kinderlager der reformierten Kirche statt. Der Bericht mit Bildern.

Weitere Berichte (Archiv)

Ausflug der Frauengruppe – «Regen macht schön!»

An der Vollversammlung unserer Frauengruppe wird jedes Jahr abgemacht, wohin die alljährliche Reise gehen soll. Die Frauen können jeweils aus drei Vorschlägen auswählen. Der Ausflug gilt als Dankeschön für die Mitarbeit der Frauen in der reformierten Kirchgemeinde. Dieses Jahr wurde die Besichtigung der Glasi Hergiswil gewählt.

Am 17. Juni war es dann soweit, die Reise konnte beginnen. 11 Frauen standen erwartungsvoll am Bahnhof Einsiedeln bereit. Es war noch früh am Morgen. Und der Zug kam und kam nicht, er hatte Verspätung. «Oje, das fängt a schon gut an…» witzelten einige. Wir mussten ja in der ersten Etappe nur bis Biberbrugg. Doch, ob wohl auch der Anschlusszug warten würde? Ja, dem war so. Und so sassen wir bald alle frischfröhlich im Voralpenexpress, der uns nach Luzern brachte. Dort sind wir noch auf das kleine «Bähnli» umgestiegen, das uns bis an unser Reiseziel in Hergiswil brachte.

Und auch auf dem kurzen Spaziergang zum ersten wohlverdienten Kaffeehalt, regnete es immer noch – wie schon in Einsiedeln. Doch was solls… «Regen macht schön!». Bei Kaffee und «Gipfeli» erwachten dann alle Frauen endgültig und waren bereit für neue Taten. Als erstes stand das Glasi-Museum auf dem Programm. Wunderbar – so gut gestaltet, dass man meinte, mittendrin in einer vergangenen Zeit zu sein. Dann der Höhepunkt: jede Frau durfte eine Glaskugel selber blasen. Ein Erlebnis der besonderen Art. Wie aus flüssigem 1200 Grad heissem Glas etwas geformt werden kann. Das wird uns noch in langer Erinnerung bleiben.

Schliesslich gehört auch immer ein feines Mittagessen zu solch einem Frauenausflug. Es mundete allen. So nahe am See zu sein, motivierte uns alle, bei der anschliessenden Schifffahrt dabei zu sein. Auch wenn der Himmel verhangen blieb, tat das unserer Stimmung keinen Abbruch. Wir lachten viel. Zurück in Luzern, sind wir mit ein paar wenigen Schritten in einem hübschen Kaffee gelandet. Bei Sonnenwetter wären wir sicher einige Schritte weitergelaufen. Schon bald stand die Heimreise wieder an, doch waren alle gestärkt für weitere Taten für die reformierte Kirchgemeinde und zum Wohle aller.

Bericht und Foto: Heidi Degiorigi

Jeder Franken ist willkommen

Noch ist der Osterbasar der Reformierten Frauengruppe Einsiedeln vom vergangenen März nicht vergessen. Ein grosses Angebot verschiedenster Art, von den Mitgliedern in vielen Stunden erarbeitet, wartete auf die Käuferinnen und Käufer. Das Geschäft lief sehr gut und die Kasse füllte sich nach und nach. Die Einnahmen sind aber nicht etwa für die Eigenverwendung gedacht, sondern sie werden, wie bei den vergangenen Basaren, für einen guten, gemeinnützigen Zweck gespendet.

So wurde nun der stolze Betrag von 4020 Franken je hälftig vergeben. Der eine Teil ging im Rahmen der Berghilfe an eine Bergbauernfamilie im Urnerland. Die andere Hälfte bleibt in der Region und ging an den Verein «Besuchs- und Begleitdienst Einsiedeln». Dessen Finanzverantwortlicher, Stefan Bürgis, zeigte sich sehr erfreut über den Check, welcher ihm am Sonntag nach dem reformierten Gottesdienst durch Alice Föhn und Erika Veyre überreicht wurde.

Für die Organisation ist jeder Franken sehr wertvoll. Der Vorstand und die Freiwilligen arbeiten alle ehrenamtlich und trotzdem geht es natürlich nicht ohne Finanzen. So gilt es die Vermittlungsstelle, geführt von Alexandra Letz, zu betreiben. Weitere Mittel braucht es für die Weiterbildung und als Dankeschön werden die Freiwilligen jeweils einmal jährlich eingeladen, denn der Gedankenaustausch ist sehr wichtig. Der Verein hat eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft und somit ist die Spende der reformierten Frauengruppe genau an den richtigen Ort gekommen. Denn jeder Franken zählt!

Bericht und Foto: Fritz Lengacher

Konfirmation am Palmsonntag in der reformierten Kirche Einsiedeln

Unter den bekannten Kirchenklängen der reformierten Kirche Einsiedeln strömten die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren Angehörigen und Freunden aus Einsiedeln und den dazu gehörigen Gemeinden zum festlichen und kirchlichen Anlass ihrer Konfirmation. Jedes Jahr von Neuem, ein Fest, welches immer gute und positive «Nachwehen» garantiert. Der Gottesdienst wurde durch die Konfirmandenklasse selber gestaltet und durch die beiden Pfarrpersonen, Réka Jaeggi und Urs Jäger begleitet. Auch die Lieder wurden vollumfänglich von den Jugendlichen zusammengestellt.

Der lebendige Gottesdienst startete mit ein paar eigenen Worten der Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sie erklärten was Ihnen ihr Bibelvers bedeutet. Man staunte über die Tiefe und die Sinndeutungen, welche hier die jungen Leute aufzeigten. Danach wurde, in einem kleinen gemeinsamen Dialog, von Jugendlichen die Bedeutung vom «Unser Vater» hinterfragt. Frau Réka Jaeggi hat in ihrer Predigt erklärt, wie oft wir als Menschen vor eine Bestimmung gestellt werden. Die Frage, ob wir als junger Mensch für unseren Glauben, ja für unsere Kirche einstehen, wäre auch so eine Frage. Eine Kirche muss lebendig, kritikfähig und engagiert sein und bleiben. Auch hier ist ein stetiger Erneuerungsprozess wichtig und richtig. Aber das funktioniert nur mit engagierten Mitmenschen.

Im Anschluss an die eigentliche Konfirmation haben einige Jugendliche ihrer Freude durch einen Ausdruckstanz mit akrobatischem Abschluss eindrücklichen Raum gegeben. Urs Jäger hofft auf weitere Treffen, weitere Austauschmöglichkeiten mit diesen jungen zukunftsorientierten Menschen. Auf einen Kaffee sei immer jeder und jede willkommen.

Im Namen des Kirchgemeinderates brachte Erika Weber ihre besten Wünsche, unterstrichen mit einer Metapher über gute und böse Gedanken. Auch bei der Kollekte haben die Jungen mitgeredet. Die eine Hälfte der hoffentlich gut bespickten Kollekte wird für das Sportzentrum Allmeind gespendet und die andere Hälfte für unser Afrikaprojekt.

Sogar das Wetter hat gut mitgespielt, der Apéro konnte bei Bedarf draussen genossen werden.

Bericht: Erika Weber, Foto: Familie Scheerle

Osterbasar 2018: für Alle etwas Farbenfrohes

Zwei Tage lang gab es Praktisches, Dekoratives und Feines aus den verschiedensten Materialien und in allen Farben zu bewundern und zu kaufen. Und zwar im reformierten Kirchgemeindehaus Einsiedeln anlässlich des Osterbazars. In viele Stunden haben die Mitglieder der Frauengruppe, im stillen Kämmerlein oder auch bei gemütlichen Abenden, viel Kreatives erschaffen. An Ideenreichtum fehlte es wahrlich nicht und diese kamen von verschiedenen Seiten. Nicht zuletzt auch von Erika Veyre.

Aber was nützt es, wenn die Sachen alle im Dunkeln bleiben? Es oblag dann Alice Föhn, Leiterin der Frauengruppe, den diesjährigen Osterbazar zu organisieren. Zusammen mit vielen freiwilligen Helferinnen wurden am vergangenen Freitag und Samstag, sowie am Sonntag nach dem Gottesdienst, die Schätze dem breiten Publikum präsentiert. Neben dem Verkauf stand auch das gemütliche Beisammensein im Fokus. Dieses wurde durch Feines aus der Küche und vielen kreativen Gebäcken für das leibliche Wohl unterstützt. So konnte man Zusammensitzen, Bekanntschaften pflegen oder schliessen und natürlich unter den Frauen auch Fachsimpeln.

Der Erlös des Bazars, nämlich 3500 Franken, ist aber nicht zur Speisung der Frauengruppenkasse gedacht, sondern wird traditionsgemäss für einen guten Zweck gespendet. Die Kasse übernimmt sogar die Einkaufskosten, so dass die Einnahmen ungeschmälert zur Verfügung stehen. Zu gleichen Teilen werden diesmal der «Besuchs- und Begleitungsdienst Einsiedeln» und die «Berghilfe» beglückt. So bekommen die beiden Organisationen eine willkommene Unterstützung.

Auch wenn nur der Bazar vorbei ist, so ist noch lange nicht Schluss. Es wird nämlich auch in Zukunft wieder kreativ gearbeitet und dabei auch wieder der Gedankenaustausch der Frauengruppe gepflegt. Es ist zudem absehbar, dass irgendwann die vielen schönen Sachen wieder der Bevölkerung angeboten werden und die Frauengruppe wieder dort finanzielle Unterstützung leisten kann, wo es nötig ist.

Bericht und Foto: Fritz Lengacher

Hilfe zur Selbsthilfe im Kongo: Erfreulicher Suppentag und ein wichtiger Beitrag für das Projekt «Villages et Villes à Vivre»

Der erfreuliche Erlös aus dem Suppentag der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Einsiedeln wird ein weiterer Schritt im Projekt «Villages et Villes à Vivre» im Kongo ermöglichen.

Der Suppentag hat im Jahreskalender der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde einen festen Platz und ist nicht mehr wegzudenken. Die Zutaten: einen Gottesdienst für das geistliche Wohl, Gerstensuppe und Kuchen für das leibliche Wohl. Der feierliche Gottesdienst ist jeweils der Auftakt zum gemütlichen Mittagessen. Gestaltet wurde er neben Pfarrer Urs Jäger auch von den Konfirmanden und dem Projektunterricht mit Pfarrerin Réka Jaeggi. Erstere hatten sich eindrücklich mit dem «Vater unser» befasst und uns vor Augen geführt, dass wir es wohl beten, aber uns meistens kaum über den eigentlichen Sinn Gedanken machen. Insbesondere die an diesem Tage besonders aktuelle Zeile «unser tägliches Brot gib uns heute» nahm Pfarrer Urs Jäger auf und vermittelte uns dazu seine Gedanken.

Etwas Besonderes waren die Fürbitten, welche die Jugendlichen aus dem Projektunterricht ohne jeden Einfluss von aussen selber verfasst hatten. Und ganz besonders war es auch, dass für einmal nicht auf der Orgel der Gemeindegesang begleitet wurde, sondern von Stefan Meyer am Klavier. Und die Lieder stammten nicht nur aus dem Kirchengesangbuch, sondern auch aus dem neu vorhanden «rise up», einem ökumenischen Liederbuch mit modernen Kompositionen.

Auch Zuhören kann hungrig machen und diesem Umstand wurde umgehend Rechnung getragen. Nach dem kurzen Abendmahl wurde die feine, reichhaltige Gerstensuppe aufgetragen und zum Dessert waren Kaffee und die verschiedensten Kuchen angesagt. Den Service besorgten die Jugendlichen und viele andere helfende Hände. Für musikalische Begleitung sorgte «Hans-Uli Jäger and Friends».

Die gesamten Einnahmen kommen jedes Mal dem, schon seit langer Zeit unterstützten Projekt «villages et villes à vivre» im Kongo zugute. Und diesmal kam am Suppentag der erfreuliche Betrag von Fr. 2380.- zusammen, welcher sich dank Einzahlungen auf das Postcheckkonto schon bald 4000 Franken nähert. Mit jedem Franken kann die Lage der Bevölkerung in diesem abgelegenen Teil vom Kongo verbessert werden. Dabei ist es eine Hilfe zur Selbsthilfe, damit es beispielsweise möglich ist, mit den bereits vorhandenen Lastwagen Erzeugnisse zu transportieren und zu verkaufen. Dank der Tatsache, dass das Projekt gut begleitet ist, hat die Kirchgemeinde ja bereits einen Kredit bewilligt, mit dem der Aufbau einer kleinen Lampenfabrik an die Hand genommen werden kann. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die dortigen Bewohner das ihrige beitragen und nicht einfach warten, bis von irgendwo her Inspiration oder Geld kommen.

Bericht und Foto: Fritz Lengacher

Begegnungen anstelle von Abschottung – Ökumenischer Gottesdienst mit Apéro in der reformierten Kirche

Pater Basil Höfliger und Pfarrer Urs Jäger haben in der Gebetswoche zur Einheit der Christen den bereits zur Tradition gewordenen ökumenischen Gottesdienst geleitet. Das diesjährige Thema – «Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke» (aus Mose 15,6) – wurde von den Kirchen auf den Bahamas ausgesucht, wobei auch Vorschläge für Gebete und Lieder erarbeitet wurden.

«Wir leben in einem Zeitalter der Abschottung…», so begann die Predigt von Pater Basil im ökumenischen Gottesdienst letzten Sonntag in der gut besuchten reformierten Kirche in Einsiedeln. Pater Basil nahm in seiner Predigt Bezug zum amerikanischen Schriftsteller Don DeLillo, der feststellt, dass sich ideologische Trennungen zwischen Gruppen verstärken und er resümiert, dass wir in einem Zeitalter der Abschottung leben. Gleichzeitig nehmen wir wahr, dass Konflikte zunehmen, Konflikte zwischen rivalisierenden Ländern, aber auch innerhalb der Länder zwischen politischen wie weltanschaulichen Gruppierungen.

Wir feiern die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Das Thema dieser Woche – Einheit – haben sich die Kirchen nicht selber gegeben, sondern Christus. Jesus betet um die Einheit unter seinen Jüngern; wir müssen uns auch bemühen, diese Einheit als Botschaft Jesu für unsere Kirchen und unser eigenes Leben zu verstehen.

Lenken wir unseren Blick auf die befreiende Kraft des Glaubens, gleichzeitig geht es auch um das Vertrauen in Gott. Das Vorbild der Befreiung ist in der Bibel der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Der Glaube des Volkes ist stark und Gott ruft sein Volk aus der Sklaverei in die Freiheit. Vor allem zeigt die Geschichte auch ein Vertrauen in Gott, und wer dieses Vertrauen in sich trägt, dem öffnet es Wege, die verschlossen bleiben, wenn wir nur auf uns selber bauen.

Die Gefahr der Abschottung ist gross, wie eingangs der Predigt schon erwähnt. Sollten wir da nicht besser Begegnungen miteinander suchen und miteinander auch die Begegnung mit Gott? So lässt uns der Glaube nicht nur Grenzen überwinden, die wir Menschen errichten, er lässt uns auch Befreiung erfahren, die wir uns selber nicht geben können.

Pfarrer Urs Jäger und Pater Basil zeigten auf eindrückliche Art, wie Ökumene zwischen den beiden Kirchen in Einsiedeln gelebt wird, und die gegenseitige Sympathie war auch im Gottesdienst zu spüren.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst waren alle herzlich im Saal des Kirchgemeindehauses zu einem Apéro eingeladen; es fanden Begegnungen anstelle von Abschottung statt, und die Predigt von Pater Basil konnte so ansatzweise erlebt werden.

Bericht und Foto: Andreas Peine

Drei Tage auf den Spuren der 500-jährigen Reformation

Am Freitagnachmittag, dem 3. November, bestieg eine lebendige Gruppe von jugendlichen Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihrer Betreuungscrew den Car vor der reformierten Kirche Einsiedeln. Die Reise führte nach Genf, wo ein vielseitiges Festivalprogramm mit dem Namen «ReformAction» auf uns wartete.

Das Festival begann mit einer besinnlichen Feier zur «Nacht der Lichter» in der Kathedrale Saint-Pierre. Danach ging es weiter mit einem Sternenmarsch zum Parc des Bastions. Dort feierten wir mit weiteren Tausenden den gemeinsamen Festivalstart «Mut zur Reformation». Das Lichtermeer und das multimediale Spektakel um den steinigen Calvin herum, waren imposant. Danach doch etwas müde geworden, suchten wir mit einem weiteren Fussmarsch unser Nachtlager auf, welches sich am anderen Ufer des Rotten-Flusses befand.

Der Samstagmorgen wartete mit einem speziellen Programm auf uns. Auf eindrückliche Weise wurden wir eingeführt in das Thema: «Wie bieten Mitmenschen ihren täglich erlebten Behinderungen die Stirn?» Wir übten kurz, praxisbezogen, aber doch erfolgreich die Blindenschrift und wurden auch in die Gehörlosensprache eingeführt. Es zeigte sich, dass nicht nur in der alltäglichen Verbalsprache gelegentlich verletzende Begriffe auftauchen, die man aus Rücksicht gegenüber Anderen, auswechseln sollte. Nein, auch an der Gebärdensprache wird fortlaufend gearbeitet und auch in ihr gibt es «politisch inkorrekte» Gebärden, die mit der Zeit durch neutralere ausgewechselt werden. Die Gebärdensprache ist also eine lebendige Sprache und entwickelt sich immer weiter.

Am Samstagnachmittag lag der Schwerpunkt von «ReformAction» in einer Grossveranstaltung mit Konzerten, diversen Rednerinnen und Rednern, Tänzen und Bands in der Palexpo-Arena, gleich neben dem Genfer Flughafen. Auch hier war es so, dass die Arena sehr gut besucht wurde – und der Lärmpegel wurde der Jugend angepasst! Am späteren Abend fanden in der Arena weitere Events, wie Pantomime, «Worship», «Taizé Reloaded», Videos, Musik und Sport statt, die alle individuell besucht werden konnten. Der letzte Tag, der Sonntag, wurde mit einem Festgottesdienst abgeschlossen, der vom SRF für die «Sternstunde Religion» übertragen wurde und in zahlreichen Kirchen in Genf von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Festivals mitverfolgt wurde. In einer dieser Kirchen, dem Temple de la Fusterie – eine von hugenottischer Architektur inspirierte Kirche des protestantischen Barock aus dem 18. Jahrhundert – sassen auch wir mit unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden. Auf einer riesigen Leinwand konnten wir dort den Gospelchor und weitere musikalische Einlagen geniessen, die der Feier einen bewegenden und würdigen Rahmen gaben.

Gemütlich, zufrieden, und auch müde durch die vielen Eindrücke und Aktivitäten, starteten wir unsere Heimfahrt, die dank einem ruhigen und sehr angenehmen Chauffeur problemlos und «in Time» verlief. Nicht zuletzt ist zu erwähnen, dass das Ganze einen herzlichen Abschluss in einem gemeinsamen Essen in Grauholz fand.

Die Jugendlichen machten sehr gut mit, es war ein «Highlight» mit dieser Gruppe diese einmalige Feier der 500-jährigen Reformation zu besuchen. Aber auch die gute Zusammenarbeit zwischen Réka Jäggi, Edwin Egeter, Markus Weber und mir haben mitgeholfen, dass sich alle sehr gerne an diese Tage erinnern.

Kirchgemeinderätin Erika Weber

Nötige Kirchensanierung – was wäre schön, wenn man es hätte?

Seit 1943 steht an der Spitalstrasse in Einsiedeln die evangelisch-reformierte Kirche. Zuerst ganz allein, dann später mit einem Pfarrhaus und nun noch mit einem sehr zweckmässigen Anbau. In all den Jahren wurde die Kirche aber nie ganz renoviert, sondern nur die nötigen Arbeiten ausgeführt. Zudem haben sich die Bedürfnisse im Laufe der Zeit verändert. Zurzeit ist die Kirchgemeinde in einer glücklichen finanziellen Lage um ein weiteres grosses Projekt anzugehen. Die Kirchenbürger werden in naher Zukunft über verschiedene Varianten zu bestimmen haben. In einer Vorinformation konnten sie sich nun über die angedachten Massnahmen ein Bild machen.

Thermografieaufnahmen im letzten Winter haben deutlich gezeigt, was man eigentlich schon lange ahnte. Es geht sehr viel Energie, vor allem durch die Fenster, verloren. Aber auch andere Schwachpunkte konnten ausgemacht werden. Deshalb hat eine Wärmedämmung erste Priorität. Die (noch ursprünglichen) Fenster sollen ersetzt werden, aber so, dass das Aussehen genau so bleibt, indem das vorhandene Glas weiterhin verwendet wird. Dazu kommt aber noch ein Isolierglas. Dringend zu sanieren sind viele Risse im Mauerwerk, die nicht zuletzt auf die grosse Bautätigkeit rundherum zurückzuführen sind. Ersetzt werden muss dringend der Holzboden. Er wird das gleiche Aussehen haben wie bisher. Änderungen sind bei der Bestuhlung nötig. Wegen dem Einbau einer neuen Heizung mit grösseren Heizkörpern mussten die Bänke von der Wand weggerückt werden, was dazu führte, dass der Mittelgang schmäler wurde. Da die Sitzbänke sowieso renoviert werden müssen, wird auch hier eine Lösung gesucht. Das Turmzimmer wartet ebenfalls auf eine dringende Renovation.

Über die absolut nötigen Arbeiten bietet sich die Gelegenheit, weitere Massnahmen abzuklären und allenfalls vorzuschlagen. Als energetische Massnahme käme eine Verglasung des Eingangsbereiches möglicherweise in Frage. Geprüft wird auch, ob die bestehende Unterkellerung der Kirche erweitert werden könnte. Im Moment lässt sich der Raum kaum nutzen und Platz hat ja man bekanntlich nie genug. Des Weiteren werdend die Räume im Obergeschoss (Zimmer und WC-Anlage) nicht mehr benötigt und könnten einer neuen Verwendung zugeführt werden. Hier gehen die Überlegungen der Arbeitsgruppe sehr weit. Es wäre möglich, die Empore zurückzubauen und so würde Platz für eine bahnbrechende Möglichkeit geschaffen: Die nämlich 1974 beschaffte Orgel nimmt vorne in der Kirche fast die Hälfte des Altarraumes ein. Das schränkt den Handlungsspielraum ziemlich ein. Folglich bestünde die Möglichkeit, die Orgel in das obere Stockwerk zu zügeln und gleichzeitig deren Klangumfang zu erweitern. Dieses Vorhaben dürfte wohl am ehesten eine Kontroverse auslösen. Noch ist es aber zu früh, bereits jetzt eine riesige Diskussion darüber zu führen.

Im Budget für das kommende Jahr ist ein Betrag von 20'000 Franken für die Projektarbeiten vorgesehen. Dadurch ist es möglich, vertiefte Abklärungen vorzunehmen, Offerten einzuholen und sich mit der Denkmalpflege abzusprechen. Die Arbeitsgruppe wird anlässlich einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung verschiedene Varianten vorschlagen und die Stimmberechtigten haben dann das letzte Wort, was wirklich zur Ausführung kommen soll. Das Ziel aber ist klar: Man will den kommenden Generationen eine schöne und gesunde Kirche hinterlassen und zwar so, dass in den folgenden 20-25 Jahren keine grösseren Investitionen nötig sind. Denn wer weiss, ob diese dann noch möglich sind.

Fritz Lengacher

129. Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirche Einsiedeln

Am Sonntag, dem 26. November 2017 fanden sich zahlreiche Stimmberechtigte zur Versammlung ein. Mit ihrem Präsidenten Stefan Meyer und dem Kirchgemeinderat wurden alle Traktanden speditiv erledigt.

Nach einer kurzen Begrüssung durch den Präsidenten Stefan Meyer und der Wahl von zwei Stimmenzählern wurde die Versammlung pünktlich um 11.00 Uhr eröffnet. Nachdem das Protokoll der letztjährigen Versammlung genehmigt worden war, konnte der Präsident bereits zur Jahres- und Bestandesrechnung übergehen. Erfreulich der Gewinn von gut Fr. 30‘000.-, der dem Eigenkapital gutgeschrieben wird. Nach vorausgegangener gründlicher Überprüfung empfiehlt die GPK Entlastung zu erteilen, was von der Versammlung auch einstimmig angenommen wird. Weiter werden die Jahresberichte des Pfarrers Urs Jäger und des Präsidenten Stefan Meyer mit Applaus verdankt.

Beim Traktandum Anträge regt Pfarrer Urs Jäger an, einen Kredit für das Projekt villages et villes à vivre von Fr. 15'000.- zu sprechen, wobei es sich um die Herstellung und den Verkauf von nachhaltigen Solarlampen handelt; gleichzeitig können 20 neue Arbeitsstellen in der demokratischen Republik Kongo geschaffen werden. Die Kriterien für eine voraussichtliche Rückzahlung des zinslosen Darlehens in ein oder zwei Jahren sind glaubwürdig und würden das Projekt (Hilfe zur Selbsthilfe) sehr unterstützen. Nach der einstimmigen Annahme durch die Versammlung, dankt U. Jäger der Versammlung für das entgegengebrachte Vertrauen.

Das Budget für das Jahr 2018 weist leider einen Verlust von Fr. 47‘000.- zu Lasten des Eigenkapitals aus, der Steuerfuss bleibt unverändert bei 24%. Die Abweichungen gegenüber dem Vorjahresbudget resultieren vor allem von Anpassungen, Anschaffungen und Unterhalt verschiedener relevanter Bereiche. Der Verlust ist laut GPK vertretbar und das Budget 2018 wird somit genehmigt.

Die Kirchgemeinderätin Erika Veyre, Kirchgemeinderat Eckhard Schmid, Pfarrer Urs Jäger und Michael Jaeggi von der GPK stellen sich als Synodale für die Kantonal-Synode zur Verfügung und werden mit Applaus von der Kirchgemeindeversammlung gewählt. Stefan Meyer steht als Ersatzsynodal zur Verfügung. Des Weiteren für die nächsten vier Jahre sind die Kirchgemeinderäte Rita Kümin, Katharina Schmitter und Eckhard Schmid in globo von der Versammlung gewählt worden.

Bevor die Versammlung geschlossen wird, werden vom Präsidenten noch verschiedene Verdankungen ausgesprochen und Pfarrer Urs Jäger schlägt vor, das Abendmahl in jeweils verschiedenen Formen der Situation im Gottesdienst anzupassen. Danach überreicht Therese Wihler dem Präsidenten Stefan Meyer eine «süsse Versuchung» in Form von Schokolade und leitet der Versammlung Grüsse von der Kantonalkirche weiter. Sie beschliesst damit die 129. Kirchgemeindeversammlung, die wie immer effizient und kompetent durchgeführt wurde.

Bericht und Foto: Andi Peine

Nächste Anlässe

20.09.2018, 09:30 Uhr
Marienheim: ök. Frauengottesdienst
20.09.2018, 19:30 Uhr
Saal: Kirchgemeindeversammlung, ausserordentliche Thema: Kirchensanierung
23.09.2018, 10:00 Uhr
Kirche: Familiengottesdienst mit Unterrichtskindern und Heidi Degiorgi, Pfr. Urs Jäger
23.09.2018, 11:00 Uhr
Saal: Apéro
27.09.2018, 14:00 Uhr
Altersheim Gerbe: Andacht Gerbe
27.09.2018, 18:00 Uhr
Jugendraum: Jugendgruppe UNITY: «Einweihung Jugendraum & Music-Evening» mit Erraten von Liedern (weitere Infos folgen)
30.09.2018-06.10.2018, 08:00 Uhr
Gemeindeferien Borgio
30.09.2018, 10:00 Uhr
Kirche: Gottesdienst mit Pfr. Peter Weiss
03.10.2018, 19:30 Uhr
Saal: "Kafi Wullechnäuel"
07.10.2018, 09:00 Uhr
Saal: Chilezmorge
07.10.2018, 10:00 Uhr
Kirche: Gottesdienst mit Pfr. Hansuli Jäger
11.10.2018, 09:00 Uhr
Saal: Frauezmorge
11.10.2018, 19:30 Uhr
Restaurant Rosengarten: Männerstamm
14.10.2018, 10:00 Uhr
Kirche: Gottesdienst mit Pfr. Hansuli Jäger
14.10.2018, 10:45 Uhr
Saal: Chilekafi
16.10.2018, 12:00 Uhr
Saal: Gfreuts Ässe
18.10.2018, 14:00 Uhr
Saal: Nachmittagsprogramm 60+ "Castagnata mit Musik Hansuli & Freunde"
21.10.2018, 10:00 Uhr
Kirche: Gottesdienst mit Pfr. Urs Jäger
22.10.2018, 17:30 Uhr
Zentrum Waldstatt, Schmiedenstr. 10: "Einsiedle mitenand" Begegnungsabende
25.10.2018, 14:00 Uhr
Altersheim Langrüti: Andacht Langrüti
25.10.2018, 18:00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz vor dem Kirchgemeindehaus: Jugendgruppe UNITY Herbstbowling
28.10.2018, 10:00 Uhr
Kirche: Gottesdienst mit Pfr. Urs Heiniger (Kanzeltausch) / Pfrn. Réka Jaeggi in Brunnen
31.10.2018, 14:00 Uhr
Altersheim Unteriberg: Andacht Unteriberg
04.11.2018, 09:00 Uhr
Saal: Chilezmorge
04.11.2018, 10:00 Uhr
Kirche: Gottesdienst zum Reformationssonntag mit Abendmahl, Pfr. Urs Jäger
05.11.2018, 17:30 Uhr
Zentrum Waldstatt, Schmiedenstr. 10: "Einsiedle mitenand" Begegnungsabende
06.11.2018, 14:00 Uhr
Saal: Päckliaktion
07.11.2018, 09:30 Uhr
Kirche: Chinderfiir "de Biber und sini Fründ"
07.11.2018, 18:00 Uhr
Saal: Päckliaktion
07.11.2018, 19:30 Uhr
Saal: "Kafi Wullechnäuel"

Nähere Informationen zu den Anlässen finden Sie in der Agenda und in unserem Gemeindebrief.

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Gerne schaffen wir Kontakte zu verschiedenen Alters- und Schicksalsgruppen. Wir wollen deren Fragen und Probleme erkennen und sie bei Bedarf begleiten. Nicht zuletzt besteht unsere Aufgabe auch darin, Stellung zu nehmen zu Fragen der Menschenwürde und der Bewahrung der Schöpfung.

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