Berichte Kirchgemeindeversammlungen

Nach 125 Jahren war es Zeit - 137. Kirchgemeindeversammlung 2025

An der Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Einsiedeln stand neben den üblichen Traktanden bei den Wahlen ein besonderer Moment an: Mit Réka Jaeggi wurde erstmals eine Pfarrerin in dieser Gemeinde gewählt.

Es herbstelt und der Winter klopft bereits an, also Zeit für die Kirchgemeindeversammlung der Evangelisch-reformierten Gemeinde. Bevor es aber soweit war, wurde wie an den meisten Sonntagen üblich ein Gottesdienst gefeiert. Beim Thema ging es um die Glieder eines Leibes, im übertragenen Sinn aber um die Menschen und die Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft. Da sind alle gleich viel wert, egal welche Funktion sie ausüben, denn sie dienen gemeinsam einem, nämlich Jesus Christus.

137.KGV_Réka

Ein gesundes Fundament

Nach der Wahl von Stimmenzählenden und der Genehmigung des Jahresberichts wurde ein Antrag eines Gemeindemitgliedes beraten. In der Sache ging es darum, dass ausschliesslich Mittel aus dem Haushalt oder sonstige Spenden, aber keine Kollekten, zur Speisung der Sozialkasse verwendet werden sollten. Der Antrag fand aber keine Zustimmung. Im Gegensatz dazu wurden sowohl der Jahresrechnung 2024 wie auch dem Budget 2026 zugestimmt. Das ist natürlich nicht verwunderlich, wenn ein erfreulicher Überschuss resultierte und der Voranschlag praktisch ausgeglichen ist. Dank des guten Fundamentes, nicht nur dasjenige der Kirche ist es jetzt, wurde eine Steuersenkung von 26% auf 25% Steuerprozente genehmigt, was einer realen Reduktion von fast 4% entspricht.

Nach 125 Jahren erste gewählte Pfarrerin

Ein längeres Traktandum waren die Wahlen. Für eine weitere Amtszeit in der Kirchgemeinderat wurde Sarah Feil bestätigt. In der Synodenvertretung nimmt Bettina Breitenstein den Sitz von Fritz Lengacher ein und Yvonne Birchler, Pfarrer Urs Jäger, Michael Jaeggi wurden bestätigt und werden weiterhin in diesem kantonalen Parlament mitarbeiten. Pfarrerin Réka Jaeggi war seit mehr als 10 Jahren in der Kirchgemeinde tätig, anfangs mit kleinem Pensum das sich immer weiterentwickelte. Es wäre schon längst Zeit gewesen, sie auch zu wählen.

Nachdem die Kantonalkirche ihre Wahlfähigkeit abgeklärt und bestätigt hatte, war es nun soweit. Ihre Wahl erfolgte einstimmig und nun hat die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde erstmals in ihrer 125-jährigen Geschichte eine gewählte Pfarrerin. Ein Freudentag, ist sie doch schon längstens bekannt und geschätzt. Die Frauen haben aber in der Geschichte der Gemeinde seit jeher eine grosse Rolle gespielt, was in der Jubiläumsbroschüre nachgelesen werden kann. Nach etwas mehr einer Stunde konnte beim reichhaltigen Apero noch gefeiert und die Gemeinschaft gepflegt werden.

Übrigens: An diesem Sonntagmorgen hat sich erstmals eine 10-köpfige Pfarrwahlkommission zu ihrer Konstituierung getroffen. Sie wird tätig, da Pfarrer Urs Jäger Ende 2027 das Pensionsalter erreicht. Sie werden die nicht ganz einfache Arbeit haben, die Nachfolge zu regeln. Es unschwer zu erkennen, dass sich die Kirchgemeinde weiterbewegt und es immer wieder Veränderungen geben wird.

Bericht und Bild: Fritz Lengacher

» Hier geht es zum Protokoll der Kirchgemeindeversammlung
Erfreulicher Jahresabschluss, Steuersenkung und Jubiläen vor der Tür - 136. Kirchgemeindeversammlung 2024

An der jährlichen Kirchgemeindeversammlung der reformierten Kirchgemeinde Einsiedeln wurden Rechnung 2023 und Budget 2025 verabschiedet. Bei den Wahlen wurde Yvonne Birchler für eine weitere Amtszeit als Präsidentin gewählt und für den frei gewordenen Sitz im Kirchgemeinderat wird Fiona Bergholz Einsitz nehmen. Es stehen zwei Jubiläen vor der Tür: 50 Jahre Orgel am 1. Dezember 2025 und am 18. Oktober feiert die Kirchgemeinde 125-jähriges Bestehen.



Erfreulicher Jahresabschluss
Die Rechnung 2023 schliesst mit einem Überschuss von rund 103'300 Franken ab. Zum guten Ergebnis beigetragen haben die geringeren Personalkosten, leider auch ein Krankheitsfall, aber auch die sparsame Ausgabenpolitik. Besser ausgefallen, wenn auch nur marginal, sind die Steuereinnahmen. Der Mehrertrag wird dem Eigenkapital gutgeschrieben. Es verwundert nicht, dass die Rechnung einstimmig genehmigt wurde. Ebenfalls verabschiedet werden konnte der Jahresbericht.

Mehrausgaben und trotzdem Steuersenkung
Das Budget 2025 sieht einen Ausgabenüberschuss von 157'800 Franken vor. Grund dafür sind vor allem einmalige Ausgaben: Jubiläumsfest und die Herausgabe einer entsprechenden Chronik, Ersatz der Informatik (der Firma Windows sei Dank!) und die Verbesserung des Kiesplatzes indem dort auch Steine gelegt werden. Der vorgesehene Verlust kann problemlos mit dem vorhandenen Eigenkapital gedeckt werden. Der Kirchenrat hat zudem eine Steuersenkung von 27% auf 26% einer Steuereinheit beantragt, das entspricht einer realen Einsparung von 3,4%. Dem Budget wie auch der Steuersenkung wurde zugestimmt.

Abnahme des Protokolls
Aus Gewohnheit wurde jeweils über das Protokoll abgestimmt, obschon es nach geltendem Recht nicht zu den Aufgaben der Kirchgemeindeversammlung gehört. Aus diesem Grund wird es nun jeweils im Januar auf der Homepage veröffentlicht (wie bisher schon) und es gibt die Möglichkeit sich bis Ende Februar dazu zu äussern. Ein Antrag, diese Aufgabe der Kirchgemeindeversammlung zu übertragen, fand keine Unterstützung.

Neues Kirchgemeinderatsmitglied
136. F.Bergholz_Kirchgemeindeversammlung_2_ce1271887a (Foto: Edwin Egeter)
Wahlen sind immer ein interessantes Thema, vor allem die Aufgabe, alle Ressorts im Kirchgemeinderat besetzen zu können. In verdankenswerter Weise hat sich Präsidentin Yvonne Birchler für eine weitere Amtszeit zur Verfügung gestellt und wurde einstimmig bestätigt. Im Gegensatz dazu hat sich die Aktuarin Barbara Hubele entschlossen, nicht mehr zu kandidieren. Erfreulicherweise ist es gelungen, Fiona Bergholz für den Kirchgemeinderat zu gewinnen und zur Wahl vorzuschlagen. Dank einstimmigem Beschluss ist der Kirchgemeinderat nun wieder komplett. In ihren Ämtern als Synodale bestätigt, wurden Michael Jaeggi, Pfarrer Urs Jäger und Fritz Lengacher, alle nur für ein Jahr bis zur Beendigung der laufenden Legislatur. Somit werden im kommenden Jahr wieder entsprechende Wahlen stattfinden. Genehmigt wurden durch die Kirchgemeindeversammlung auch zwei Anpassungen in der Kirchgemeindeordnung.

Jubiläen werfen ihre Schatten voraus
Bereits am 1. Dezember 2024 steht ein Jubiläum an: das Goldene Orgeljubiläum. Dazu werden über den ganzen Tag verschiedene Organistinnen und Organisten zeigen, was in ihr steckt, unterbrochen von Pausen für Verpflegung und gemütliches Beisammensein. Eine Nummer grösser wird am 18. Oktober 2025 sicher das 125-jährige Jubiläum der Kirchgemeinde. Näheres zu gegebener Zeit.

Nun sind die Weichen der gut aufgestellten Kirchgemeinde für das nächste Jahr und die weitere Zukunft gestellt und es lohnt sich auf jeden Fall sich zu orientieren und auch mitzumachen.

Bericht: Fritz Lengacher, Bild: Réka Jaeggi